Die 5 größten Risiken des Offshore-Banking

Nach meinem letzten Webinar (hier die Aufzeichnung) hast Du vielleicht erkannt, dass es eine gute Idee sein kann seine Ersparnisse außerhalb der EU zu schaffen. Die aktuelle wirtschaftspolitische Lage mit rapiden Kursstürzen an der Börse verleiht dem Nachdringlichkeit. 13 Gründe für ein Auslandskonto waren nie aktueller denn heute.

Staatenlos arbeitet daher gerade hart an einem Buch, das Dir die verborgene Welt der Offshore-Banken näher bringen wird. Das Buch wird in kürze veröffentlicht, heute gibt es bereits einen Auszug über die Risiken des Offshore-Banking.

 

Denn ganz klar: totale Sicherheit kann auch kein Auslandskonto bieten. Viel mehr verlagert sich nur das Risiko – und damit auch die Wahrscheinlichkeit eines Negativ-Szenarios.

 

In diesem Beitrag möchte ich 5 mögliche negativen Szenarien kurz durchspielen, die das Offshore-Banking riskant machen können. Wenn Du jedoch weißt, worauf Du achten musst, so wirst Du bereits bei der Wahl der Jurisdiktion und der Bank weniger falsch machen.

Wie ich bereits in meinem Webinar erwähnte gibt es keine perfekte Bank und vermutlich immer einen Zielkonflikt. Am Ende muss man für sich entscheiden, welche Faktoren relevant sind und welche weniger. Dann kann man versuchen einen Kompromiß zu finden, der die wichtigsten Faktoren mit einschließt. Faktoren, die ich u.a. genannt habe sind die Folgenden (hier nicht näher erläutert).

  • Stabilität des Ziellandes? Staatsverschuldung?
  • Besteuerung?
  • Bankgeheimnis/Sicherheit?
  • Tradition/Alter?
  • Größe?
  • Zweigniederlassungen?
  • Eigenkapital?
  • Einfachheit/Offenheit?
  • Mindesteinlage?
  • Gebühren?
  • Betreuung?
  • Kartenauswahl/Online-Banking?
  • Währungs-Auswahl/-stabilität?
  • hohe Verzinsung?
  • Einlagensicherung? Wie hoch?
  • Broker-Plattform dabei?
  • Remote-Eröffnung möglich?
  • Offshore-Unternehmen akzeptiert?

 

7 besonders relevante Faktoren habe ich in diesem Beitrag erläutert. Sobald Du dann weißt, was Dir wichtig ist, kannst Du Dich an die Auswahl von Jurisdiktionen und Banken machen. Dabei solltest Du auf 5 folgende Risiken achten, die bei Nichtbeachtung böse enden könnten. Dann hat das Wort „Regulierung“ auf einmal einen ganz neuen, positiven Klang.

 

Aber wie so oft geht es nicht um Regulierung „Ja“ oder „Nein“, sondern um die Frage, wer eigentlich reguliert, welche Anreize er hat und wie er verantwortlich ist.

 

Die 5 größten Risiken des Offshore-Banking

Rechtliches Risiko

Je nach Deinem Wohnsitz kann ein Offshore-Konto illegal sein. Das ist in Europa zwar generell nicht der Fall, kann aber in Zukunft durchaus zur Idee gereifen.

Auch heute kann es bereits sein, dass Du wegen eines Auslandskontos mit Geldwäsche und Steuerhinterziehung in Verbindung gebracht wirst. Da Du sicher nicht in solchen Aktivitäten involviert bist, solltest Du die Summen Deiner Auslandskonten auch auf der Steuererklärung deklarieren und sämtliche anfallenden Steuern bezahlen. In Deutschland ist das etwa die Abgeltungssteuer von 26% auf sämtliche Zins-Einnahmen aus dem Ausland, sofern kein Doppelbesteuerungsabkommen greift.

Noch ist es völlig legal so viele Auslandskonten zu unterhalten, wie Du willst. Du musst auch nicht zwingend die Bank angeben, wo Du Dein Konto hast. Der Gesetzgeber interessiert sich für die „geschuldeten“ Steuern, an die er durch Informationsaustausch ohnehin immer einfacher gelingen wird.

Natürlich kann es sein, dass Du gar nichts angeben willst – wozu denn dann überhaupt Bankgeheimnis? In dem Fall solltest Du unverzinste Anlagen wählen (Devisen und etwa auch Islamisches Banking), sodass Du dich auf keinem Fall einem Steuervergehen schuldig machst.

Schlechtester Fall: Du brichst ein Gesetz und/oder bist Geldwäsche/Steuerhinterziehung schuldig

Vorbeugende Maßnahmen: Sprich mit einem Steuerberater bzw. vergiss nicht ihn über Deine Auslandskonten zu informieren. Insbesondere in Ländern mit weitgehend automatischen Steuererklärungen ist dies essentiell.

 

Regulatorisches Risiko

Dieses Risiko kann sowohl Dich als auch Deine Kunden betreffen.

Während wir auf Sanktionen noch später zu sprechen kommen, haben gewisse Branchen regulatorische Richtlinien, wohin sie ihr Geld bringen können und wohin nicht. Viele Erotik- oder Glücksspiel-Unternehmen sind bei asiatischen Banken etwa nicht willkommen.

Genauso können manche Kunden von Dir Probleme haben mit Offshore-Unternehmen oder -Banken Geschäfte zu machen. Selten komplett illegal werden Offshore-Unternehmen in der Rechnungslegung in Deutschland etwa hoch skeptisch beäugt. Oft ist eine zwischengeschaltete Abrechnungsgesellschaft dann die beste Wahl. Insbesondere bei Regierungen als Kunden sollte man auf Offshore-Verbindungen verzichten. Aber auch B2C und B2B kann durchaus zu Problemen führen, wenn eine Bank oder Jurisdiktion keine gute Reputation aufweisen.

Schlechtester Fall: Niemand kann oder will mit Dir Geschäfte treiben.

Vorbeugende Maßnahmen: Sei ehrlich mit Deiner Bankwahl. Wenn Deine Kunden Probleme befürchten an eine Steueroase zu zahlen, so ziehe in Erwägung ein Transit-Konto „onshore“ aufzusetzen. Wobei Du in diesem Fall wiederum mit dem Thema „Geldwäsche“ aufpassen musst, sprich die Bank hinreichend über die Mittelverwendung aufklärst.

 

Finanzielles Risiko

Finanzielles Risiko ist eines der Hauptgründe, warum Du Dein Geld vielleicht aus Deutschland und Europa abziehen willst. Schließlich befürchtest Du vielleicht zu Recht den nächsten Crash.

Allerdings haben auch andere Länder finanzielle Risiken. Offshore-Jurisdiktionen sind da keine Ausnahme. Während die meisten Steueroasen wohlhabend und (beinahe) schuldenfrei sind, sind einige – vor allem kleine Karibik-Staaten – arm und hoch verschuldet.

Wie sicher ist Dein Geld also wirklich? Schau Dir im jeden Fall die Staatsverschuldung des entsprechenden Landes an, um einen Überblick zu bekommen. Auch Kredit-Rating sowohl auf Banken- wie Länderebene von Agenturen wie Moody’s und Standard & Poor können durchaus Aussagekraft haben.

Schlechtester Fall: Einlageverlust

Vorbeugende Maßnahmen: wachsam bleiben und diversifizieren!

 

Sanktions-Risiko

Solange Du Dich an reputablen Offshore-Jurisdiktionen hältst, wird dieses Risiko gering sein. Vielleicht ziehst Du jedoch etwa wegen intaktem Bankgeheimnis ein Konto in einem Land mit gestörten internationalen Beziehungen vor, kannst plötzlich aber keine Überweisungen mehr tätigen.

Im von der USA kontrollierten SWIFT-System mit der Leitwährung US-Dollar kann dies schnell passieren. Der Iran etwa war bis vor kurzem (Aufhebung der Sanktionen)vom internationalen Zahlungsverkehr abgeschnitten und musste sich etwa über das nördliche Nachbarland Aserbaidschan behelfen.

Zum Glück kommt die Hegemonie der USA in Fragen der Währung an ein Ende. Russland, China und nicht zuletzt der Iran und einige weitere Staaten arbeiten an Parallelstrukturen, darunter auch eine eigene Bank für Zahlungsausgleich und ein eigenes Überweisungssystem wie SWIFT. Unter dem Namen „Neue Seidenstraße“ kombiniert ist dies eine ernsthafte Bedrohung für die Wirtschaftshegemonie der USA und mag durchaus Erklärung für geopolitische Spiele in der vorderasiatischen Region sein.

Solltest Du einmal in einem Land banken, dass eventuell sanktioniert werden könnte, so behalte einen Notfallplan bereit. Etwa, indem Du ein zusätzliches Konto in einem Land hast, das dem sanktionierten Land freundlich oder zumindest neutreal gegenübersteht.

Allerdings solltest Du bedenken, dass eine weitere Weiterleitung des Geldes arge Folgen haben kann, insbesondere wenn das Zielland des Geldes die Sanktionen selbst verhängt hat. Generell sollte das Geld im neutralen Land belassen und nach Aufhebung der Sanktionen zurück überwiesen werden.

Schlechtester Fall: Du hast Geld in der Bank und kannst nicht auf sie zugreifen, weder per Überweisung noch Bankabhebung.

Vorbeugende Maßnahmen: Halte Dich über die Lage im Kontenland auf dem Laufenden. Schätze Deine Risiken ein und evaluiere sie häufig.

 

Gerichtliches Risiko

Vielleicht ist Dein Offshore-Konto in einer Jurisdiktion, die es mit dem Verbraucherschutz nicht so genau nimmt. Das heißt, wie gestaltet sich Dein Risiko, wenn es zwischen Dir und Deiner Bank zu Problemen kommt?

Im Heimatland könntest Du sicher zur nächsten Regulierungsbehörde sprechen oder eine nicht-gerichtliche Beschwerde einlegen. Das mag selten erfreulich sein, Dir verbleiben aber Möglichkeiten außerhalb der Rechtsprechung. Falls diese nicht von Erfolg gekrönt sein sollten, kannst Du schließlich die Bank immer noch verklagen, zur Polizei gehen oder weitere in Deiner Jurisdiktion mögliche Maßnahmen in Anspruch nehmen.

Bei Offshore-Banken ist dies hingegen oft nicht der Fall. Einerseits, weil es keine oder nur sehr beschränkte Schutzgesetze gibt, andererseits weil die Bank einfach zu weit weg und damit die Kosten zu hoch sind.

Während selten, muss man insbesondere in Jurisdiktionen mit einem International Banking Act dabei aufpassen. Dieser wird in einem separaten Artikel beschrieben, ihn haben vor allem viele der Karibik-Staaten. Grob gesagt bedeutet ein IBA, dass Banken weitgehend unreguliert Geschäften nachgehen können, sofern sie keine inländischen Kunden haben oder inländische Währungen halten – also eben internationale Offshore-Banken sind. In diesem Fall gibt es kaum Regulierungen und eine Behörde, selbst wenn sie auf dem Papier existiert, hat selten Interesse bzw. ist überhaupt erreichbar für Deine Beschwerden. Da getrennt vom nationalen Bankwesen findet oft auch die gesetzliche Einlagensicherung keine Anwendung, sofern denn überhaupt existent. Sprich: wenn eine Bank scheitert oder Probleme macht, wird Dir keiner helfen können.

Schlechtester Fall: Du kannst nichts machen, wenn Dir die Bank Dein Konto einfriert oder pleite geht.

Vorbeugende Maßnahmen: Wähle Deine Bank sorgfältig aus. Schau Dir insbesondere die Reputation der Jurisdiktion genau an und überprüfe Staaten mit International Banking Act sorgfältig.

 

Ist es zu riskant offshore zu gehen?

Neben diesen 5 größeren Risiken ließen sich noch zahlreiche weitere finden. Hast Du jedoch erst einmal verstanden, welche größeren Gefahren ein Auslandskonto bergen kann, so wirst Du mit den kleineren keine Probleme bekommen.

 

Fragen tust Du Dich jetzt vielleicht, ob es nicht besser ist einfach sein Geld zu Hause zu lassen. Diese Frage ist berechtigt, aber hat eine klare Antwort.

 

Sein Geld offshore in Sicherheit zu bringen ist weiterhin sehr sinnvoll, aber man muss eine gut informierte Entscheidung treffen.

Striktes Bankgeheimnis, hohe Zinsen oder oder Steuerfreiheit korrelieren oft mit steigendem rechtlichen, regulatorischen, finanziellen, gerichtlichen und Sanktions-Risiko.

 

Wer hochprofitabel Steuern hinterzieht, dem bieten sich weiterhin Möglichkeiten – nur braucht er sich nicht zu wundern, wenn seine Bank plötzlich pleite oder sein Konto eingefroren ist.

 

In reputableren Ländern stellt sich dieses Problem nicht. Dort ist das Geld auf alle Fälle sicherer als es innerhalb der EU-Grenzen je sein sollte. Aber auch nur, wenn Du dir nicht zu schade bist, die entsprechende Due Dilligence zu betreiben.

Mehr Informationen dazu gibt es in meinem brandneuen Buch: „Weil Dein Geld Dir gehört: mit Offshore-Banking sicher durch die Krise“, das Du mittlerweile direkt über meine Webseite erwerben kannst. Dort warten ausführliche Infos zu allen Aspekten des Vermögensschutzes und ein Vergleich von über 50 Ländern mit 200 Banken auf Dich!

 

Mehr Infos zum Ebook hier

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