International Banking Act und seine Folgen für Dein Offshore-Konto

In meinen letzten Beiträgen auf Staatenlos bin ich bereits auf die Risiken von Offshore-Banken sowie der wichtigen Frage nach ihrer Reputation eingegangen. Heute beschäftigen wir uns mit International Banking Acts, die beide diese Thematik streifen.

So können International Banking Acts das Risiko bestimmter Länder bzw. ihrer Banken erhöhen und die Reputation erniedrigen, können durchaus aber auch Vorteile bieten.

 

Was sind Banking Acts?

Ein normaler Banking Act ist das Bankengesetz einer Jurisdiktion, das alle Banken dort steuert. Generell deckt es alle Banken, bank-ähnliche Unternehmen und finanzielle Institutionen ab.

Ein Banking Act reguliert wie eine Bank agieren kann, wer ihre Geschäftsführer und Eigentümer sein können, wie das Bankgeheimnis aussehen soll und welche Aktivitäten erlaubt sind. Es kann auf andere Regulierung verweisen, die beispielsweise gewisse Eigenkapital-Vorschriften vorschreiben.

 

Was ist der Unterschied mit International Banking Acts?

International Banking Acts (IBA) sind spezielle Banking Acts, die Banken einer separaten Regulierung unterwerfen. Fast immer läuft dies auf ein Verbot hinaus Geschäfte mit Personen oder Unternehmen im Inland zu treiben. Oft wird darüber hinaus selbst die Benutzung der inländischen Währung untersagt. Im Ergebnis soll damit ein attraktives Umfeld für Offshore-­Unternehmen und Trusts geschaffen werden ohne jedoch das heimische Finanzsystem zu gefährden. Dies läuft also darauf hinaus, dass IBAs ein abgetrenntes Bankensystem erzeugen. Zwar kann eine Bank mitunter 2 Lizenzen ­ eine normale und eine IBA­-Lizenz ­ halten, jedoch als getrennte Entitäten, die nicht miteinander transagieren dürfen.

IBAs sind weniger strikt als normale Banking Acts und beinhalten keine Eigenkapitalauflagen. Das Bankgeheimnis in ihnen ist meist stärker verankert als es sonst der Fall ist. So kann die Regierung einheimische Konten-­Besitzer in einem System weiter überwachen, während das andere System Ausländer wegen seiner Anonymität anzieht.

 

Wo gibt es International Banking Acts?

IBAs wurden erstmals in den 60er Jahren in der Karibik eingeführt und haben sich vor allem dort auch gehalten. In meinem neuen Buch: „Weil Dein Geld Dir gehört“ werden lediglich 6 Jurisdiktionen mit IBAs näher behandelt. Zu ihnen zählen:
● Bahamas
● Antigua und Barbuda
● Belize
● St. Vincent und die Grenadinen
● Brunei
● Vanuatu

 

Weitere, oft nicht empfehlenswerte Länder mit International Banking Act sind etwa:
● Anguilla
● Dominica
● Montserrat
● St. Kitts und Nevis
● St. Lucia
● Samoa
● Seychellen

Abgewandelt gibt es ähnliche Gesetzgebungen auch auf Taiwan und in Labuan, Malaysia, die ebenfalls in meinem neuen Buch beschrieben werden.

 

Die Vorteile eines IBA

Unter einem IBA lizenzierte Banken sind generell unkomplizierter als viele andere Banken. Ein Konto in der Karibik zu eröffnen ist selten sehr viel schwerer als seinen Namen korrekt in die Bewerbungsformulare einzutragen.

Oft in eher ärmereren Jurisdiktionen gelegen sind sie in der Auswahl ihrer Banking-­Produkte nicht an die lokale Bevölkerung ausgerichtet, sondern können sich internationaler an Vermögendere ausrichten. Weil IBA­-Banken in einem separaten System agieren, müssen sie zudem von Krisen eines Landes nicht zwingend betroffen sein.

Letzlich kannst Du bei einer IBA-­Bank international orientierte englisch­-sprachige Mitarbeiter erwarten, die oft auch anderer Sprachen mächtig sind.

 

Die Nachteile eines IBA

Während sich Unkompliziertheit generell gut anhört, hat es eine Schattenseite. Oft sind IBA-­Banken ­ wissentlich oder unwissentlich ­ in kriminelle Aktivitäten involviert. Kommt dies heraus, so führt es meist zu einer strikteren Regulierung, die Du begrüßen solltest. Stärkere Due Dilligence und Neukunden­Überprüfung mag lästig sein, ist aber essentiell für die langfristige Stabilität einer Bank.

Nicht nur bei Kunden, sondern auch bei Eigentümern von IBA-­Banken musst Du aufpassen. Viele Karibik-­Banken selbst wurden etwa von kriminellen Organisationen betrieben. Als diese geschlossen wurden, saßen ihre Konten-­Besitzer auf dem Trockenen. Denn schwere Brüche der Gesetzgebung führen natürlich zum Entzug der Lizenz, der Kündigung von Korrespondenz-­Konten oder der Karten­-Herausgabe.

Allerdings ist anzumerken, dass sich die meisten IBA­-Jurisdiktionen diesen Problemen mittlerweile bewusst sind und aktiv gegen steuern. Die Finanzbehörden der im Buch besprochenen IBA­-Jurisdiktionen machen etwa einen guten Job wenn es um die Compliance ihrer Lizenzhalter geht. International Banking Acts entsprechen heute weitgehend internationalen Standards an Banken.

 

Die unangenehme Wahrheit über IBAs

Problematisch ist viel eher, dass IBA­-Banken in einem Vakuum operieren. Da das Bankensystem abgetrennt ist und nur Ausländer bedient, interessiert sich die Regierung nicht für Dich oder Dein Geld.
So greift zum Beispiel keine Einlagensicherung im Falle des Scheiterns einer Bank, selbst wenn es diese theoretisch geben sollte. Weil viele IBA-­Banken darüber hinaus nicht verpflichtet sind finanzielle Erklärungen zu veröffentlichen, lässt sich ein Scheitern meist schlecht voraussagen.

Entsprechend der bereits besprochenen Risiken könnte eine IBA­-Bank Dein Konto aus irgendeinem Grund einfrieren. Du kannst Dich zwar an die Finanzbehörde wenden, solltest aber nicht unbedingt mit ihrer Tätigkeit rechnen. Sofern nicht Teil eines riesigen Problems mit dieser Bank, haben sie keinerlei Anreize Dir zu helfen.

 

Offshore-­Banking in Jurisdiktionen mit International Banking Act ist nicht zwingend ein Risiko, aber mit mehr Risiko verbunden als in anderen Ländern, die verschiedene Formen legaler und regulatorischer Unterstützung bieten.

 

Viele von ihnen haben sogar eine Einlagensicherung ­ und nicht zuletzt dadurch eine weitaus bessere globale Reputation.

Mehr Informationen dazu gibt es in meinem brandneuen Buch: „Weil Dein Geld Dir gehört: mit Offshore-Banking sicher durch die Krise“, das Du mittlerweile direkt über meine Webseite erwerben kannst. Dort warten ausführliche Infos zu allen Aspekten des Vermögensschutzes und ein Vergleich von über 50 Ländern mit 200 Banken auf Dich!

 

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