2 EU-Niedrigsteuerländer von denen Kleinunternehmer hoch profitieren

Du bist Selbstständiger oder Online-Unternehmer? Du hast Deine Kunden in Europa und kannst mit Offshore-Standorten wenig anfangen? Du willst trotzdem Deine Steuerlast minimieren ohne dafür groß zahlen zu müssen? 

 

Dann lese über die 2 besten Möglichkeiten in der Europäischen Union ein Unternehmen anzumelden falls Du Kleinunternehmer bist!

 

Kleinunternehmer musst Du gar nicht zwingend sein. Bis zu 5 Mitarbeiter könntest Du theoretisch fest beschäftigen. Doch sind damit gewisse Nachteile verbunden. Wir widmen uns daher nur den Vorteilen, die Einzelunternehmern bestehen – der Zielgruppe des Staatenlos-Blogs.

Denn auch Kleinunternehmer – ob sie selbstständig sind oder ein Online-Unternehmen betreiben – arbeiten meist nicht einzeln. Sie kooperieren mit anderen Unternehmern oder lagern ungewollte Aktivitäten durch Outsourcing aus. In der heutigen Zeit spricht nämlich viel dagegen feste Mitarbeiter zu haben. Man wird sie schlecht los, wenn sie ihre Leistung nicht bringen oder illoyal werden, muss ihnen dank Mindestlohngesetzen mehr als ihre Grenzproduktivität bezahlen und allerlei andere Regulierungen befolgen. Nicht zu vergessen, dass sich die Regierung mal eben die Hälfte des Arbeitslohnes durch Steuern und Sozialabgaben packt.

Staatenlos sieht das deshalb provokant so:

 

Es gibt nur eine schlechtere Sache als einen Boss zu haben: feste Mitarbeiter zu haben.

 

Natürlich kann es auch Freude machen seine Beschäftigten beim Wachsen zuzusehen. Das Ganze sollte aber nicht als dauerhaftes Angestelltentum, sondern mit Freelance-Partnern auf Augenhöhe erfolgen. Das freilich ist ein anderes Thema, das wir beizeiten anreißen werden.

 

Die 2 besten Möglichkeiten in der EU als Einzelunternehmer ein Unternehmen anzumelden

Kommen wir zurück zu den 2 besten Möglichkeiten in der EU ein Kleinunternehmen zu registrieren. Warum ausgerechnet in der Europäischen Union könnte man sich fragen?

Regulierung und Besteuerung kann man wohl kaum entkommen – und das stimmt auch.

 

Doch bietet die EU, was viele Leser an klassischen Offshore-Standorten bemängeln: Reputation!

 

Wer viel mit Kunden zu tun hat, dem fällt es schwer zu vermitteln dass sein Unternehmen offshore auf den Seychellen oder in der Karibik sitzt. Es mag nicht rational sein – aber für viele Leute springen lauter rote Lichter an, die die eigene Reputation in den Keller sinken lassen. Rechnungen aus einer Bananenrepublik? Die möchten nur wenige bezahlen…

Das ist für viele Online-Unternehmen nicht zwingend ein Problem. Staatenlos würde sich da gar keine Gedanken machen – eine Offshore-Beratung sitzt natürlich in einem Steuerparadies. Doch für viele meiner Leser sieht die Realität vermutlich anders aus. Und hier verspricht die EU einen Reputations-Bonus!

Unser letztes untersuchtes Land für die Offshore-Anmeldung war Montenegro – kein EU-Mitglied. Trotz der einfachen Unternehmensgründung dort ist ein Unternehmen im Balkan-Kleinstaat für viele noch zu heikel. An heutiger Stelle empfehlen wir wieder 2 osteuropäische Länder – doch sie sind in der EU. In einem harmonisierten Rechtsraum spielt es heute keine große Rolle mehr wo das Unternehmen sitzt – sofern es denn innerhalb diesen Rechtsraumes sitzt. Bei aller Gleichschaltung darf man trotzdem nicht vergessen, dass sich die europäischen Länder immer noch sehr unterscheiden. Dies gilt vor allem auch für die Steuergesetzgebung.

In unseren 2 heutigen Empfehlungen kommst Du weder um Steuern noch Buchführung herum. Als Kleinunternehmer kannst Du jedoch sowohl Deine monetäre als auch zeitliche Belastung massiv senken.

 

Einziges Manko: Du darfst nicht zu viel verdienen!

 

Jetzt könntest Du einwenden, dass es das schon gibt. Tatsächlich besteht dank der Kleinunternehmer-Regelung in Deutschland etwa die Befreiung von der Umsatzsteuerpflicht bis zu einem Umsatz von 17.500€.

Doch 17.500€ ist eine Grenze, die Du schnell überschritten haben könntest. Welche anderen Möglichkeiten bleiben Dir? Insbesondere, wenn Du auch Gewerbe-Steuer vermeiden willst, die ab 24.500€ anfallen würde?

 

Was sind die 2 besten Möglichkeiten für Kleinunternehmer ein Unternehmen anzumelden?

Im vergangenen Newsletter sprachen wir über Estland, dem Vorreiter innovativer Dienstleistungen wie der E-residency und einem effizienten und relativ niedrig besteuerten Wirtschaftsystem. Estland ist dabei eher für junge Start-Ups interessant, nicht so sehr für Selbstständige. Warum verrate ich in einem der nächsten Artikel.

Anders hingegen sieht es in seinen baltischen Nachbarländern aus. Lettland und Litauen stehen Estland in nur wenig nach und haben sich seit ihrer Unabhängigkeit von der Sowjetunion prima entwickelt. Beide sorgen mit einem relativ freien Markt und niedriger Staatsverschuldung für andauerndes Wachstum. Und beide bieten ausgezeichnete Möglichkeiten für Kleinunternehmer, die wir uns im Folgenden einmal näher anschauen werden. Leider entwickelt die Situation in Lettland momentan eher negativ – mit leicht höherer Besteuerung ist dort bald zu rechnen. Litauen bleibt aber weiterhin ein Traum für gut verdienende Kleinunternehmer – und selbst Lettland bleibt eine akzeptable Destination. Mit Plätzen 24 respektive 23 im Ease of Doing Business Index der Weltbank sind auch  die Anmeldungen von Unternehmen und Co. hier kein großes Problem.

Als Kleinunternehmer darfst Du dort sehr fürstlich verdienen – in meinen Augen genug um für immer Kleinunternehmer bleiben zu wollen. Du zahlst nämlich nur ein Minimum an Steuern für Dein Unternehmen und hast nur wenig Stress mit der Buchhaltung. Zudem ist es relativ einfach und kostengünstig dort Dein Unternehmen anzumelden. Mit etwa 200€ könntest Du schon dabei sein – eine kleine Summe im Vergleich zu den günstigsten Offshore-Standorten wie etwa Belize und Seychellen, bei denen Du für Eröffnung und Gebühren mindestens 1000€ einkalkulieren musst – inklusive deutlich schlechterer Reputation!

Merke freilich, dass Du immer noch in dem Land einkommenssteuerpflichtig bist, in dem Du dich dauerhaft aufhältst. Sofern Du also nicht als Perpetual Traveler agierst, musst Du weiterhin den ausgezahlten Gewinn besteuern. Wenn Du allerdings in genannten Ländern Lettland und Litauen lebst, so ist die Einkommenssteuer bereits in der Besteuerung des Kleinunternehmens inbegriffen. Du zahlst folglich nur einmal – ein Grund seine Residenz auch völlig nach Litauen oder Lettland zu verlagern, was durch die EU-Niederlassungsfreiheit problemlos möglich ist. Mittels zahlreichen Doppelbesteuerungsabkommen kannst Du damit notfalls Deine Besteuerung auf ein sehr niedriges Maß absenken,

Bist Du noch im Heimatland steuerpflichtig, möchtest aber irgendwann auswandern, könntest Du die Gewinne allerdings im Unternehmen belassen, sofern sie im Ausland erworben wurden (oder im Internet). Das hat den Vorteil, dass Du keine Einkommenssteuern im Heimatland abführen musst.

 

Lettland – mit Mikro-Unternehmen zum Erfolg

Lettland könnte der ultimative Geheimtipp sein. Leider hat die Regierung einige Änderungen beschlossen, die ihr Programm für Mikro-Unternehmer unattraktiver machen werden. So wird die Steuer ab 2016 voraussichtlich 13% und ab den Folgejahren 15% betragen. Ob dies eintrifft, liegt an einem Gesetz über die Beiträge zur Sozialversicherung, das eigentlich nur Mikro-Unternehmen mit Angestellten tangiert, letztlich aber auch jenen ohne schaden würde. Nichtsdestotrotz bleibt selbst im Falle des Falles Lettland eine  spannende Möglichkeit, insbesondere wenn man seinen dauerhaften Aufenthalt wählen würde. 15% Besteuerung  bei vierteljährlicher einfacher Buchführung und allen Vorteilen des Rechtsraumes der EU ist weiterhin kein schlechter Deal.

Momentan ist die Lage freilich noch rosiger. Mikro-Unternehmen zahlen lediglich 9% Steuern auf ihren Umsatz für die ersten 3 Jahre, danach sind es 12%. Für die ersten 7.000€ fallen nur 7% Steuern an – ab dem 100.000ten Euro der volle Satz von 20%, womit auch im Folgejahr der Status des Kleinunternehmens enden würde.

Diese Steuer führt man nur alle 3 Monate ab und beinhaltet  bereits Einkommens-Steuern, Unternehmens-Steuern und eine Risiko-Gebühr für Unternehmer als auch Sozialabgaben.

Zu den Anforderungen zählen, dass man nicht mehr als 100,000€ pro Jahr umsetzen darf. Im Falle von Mitarbeitern darf man nicht mehr als 5 zu einem Gehalt von mehr als 720€ im Monat beschäftigen. Bei diesen eher niedrigen Grenzen macht es für Kleinunternehmer mit Mitarbeitern wie gesagt eher weniger Sinn.

Rechnet man es sich hoch, so sind 9%, ja selbst eventuelle 15% auf den Umsatz leicht zu tragen, da sie alle Steuern bereits eininkludieren. Ein erfolgreicher Einzelunternehmer kann selbst in Zukunft immer noch bis zu 85.000€ netto pro Jahr kassieren – für einen luxuriösen Lebensstil mehr als ausreichend. Da er seine Dienstleistungen theoretisch auf mehrere Unternehmen aufsplitten könnte, wäre dabei noch nicht einmal Schluss, falls er doch mehr Geld scheffeln möchte.

Auch zeitlich profitiert der Kleinunternehmer von einer einfachen Buchführung und nur vierteljährlichen Steuerzahlungen – eine einzige 9 bzw. bald 15% Flat-Tax wohlbemerkt.

Hinzu kommt, dass ein Unternehmen in Lettland laut dem Doing Business Ranking relativ einfach anzumelden ist. Etwa 2 Wochen und 205€ sollte man dafür einkalkulieren. Den 4-stufigen Prozess kann man unter gewissen Voraussetzungen dabei sogar online abschließen. Ein Mindestkapital ist nicht nötig.

Alles in allem ist Lettland eine veritable Unternehmensanmelde-Option für Kleinunternehmer und wird es trotz Steuererhöhungen in Zukunft auch bleiben. Bist Du also Kleinunternehmer und möchest die Vorzüge eines Niedrigsteuerlandes innerhalb der EU ausnutzen, solltest Du dir Deine Möglichkeiten in Lettland einmal ganz genau anschauen.

 

Litauen – ein Paradies für Kleinunternehmer

Im südlichen Nachbarland gibt es kein besonderes Programm für Mikro-Unternehmen, aber Steuererleichtungen für Kleinunternehmen. Diese zahlen statt 15% Flat Tax lediglich ganze 5%. Die 5% gelten solange das Unternehmen weniger als 10 Mitarbeiter hat und nicht mehr als 289.620€ verdient. Die Unternehmensform nennt sich Small Partnership.

Hört sich zu gut an? Tatsächlich sind hier nicht alle Kosten einbegriffen. Die Sozialversicherungskosten für Kleinunternehmer sind mit 37,5% relativ hoch, zählen allerdings nur auf die Hälfte des Einkommens und bis zu einem Maximalbeitrag von 20.700€ im Jahr. Wer sich also an der oberen Einkommensgrenze bewegt, kann hier noch deutlich mehr Geld verdienen und weniger zahlen als in Lettland. Zumal Sozialversicherungen, selbst wenn sie staatlich sind, zumindest noch einen erkennbaren Nutzen haben können.

Ein Unternehmen in Litauen anzumelden ist noch einfacher als in Lettland. Fällige Kosten sind etwa 80€, man muss kein Kapital einzahlen und lediglich einen dreistufigen Prozess durchlaufen. Laut dem Doing Business Ranking hat man sein Unternehmen bereits in 3-4 Tagen angemeldet – und kann dies sogar online tun. Steuern sind nur einmal im Jahr fällig, was die Buchführung vereinfacht.

Generell sind auch andere Steuern in Litauen niedrig, was das Land für dauerhaften Aufenthalt sehr interessant macht. So sind die Kapitalsteuern die zweitniedrigsten und die Vermögenssteuern die niedrigsten in der gesamten EU. Das Land kann also durchaus als Steuerparadies gelten – ohne aber mit deren Nachteilen leben zu müssen. Als EU-Mitglied hat es eine gute Reputation und zum Anfang des Jahres den Euro eingeführt. Auf Schwarzen Listen ist Litauen nicht zu finden.

 

Lettland oder Litauen – was ist besser für Kleinunternehmen?

Generell bieten beide Länder – sowohl Litauen als auch Lettland – weiterhin wunderbare Möglichkeiten für Kleinunternehmer. In welchen der Länder man gewinnbringender sein Unternehmen führen kann lässt es sich bei der einfachen Steuergesetzgebung leicht ausrechnen.

Für Kleinunternehmer in den Kinderschuhen sind Lettland und Litauen in etwa gleichauf. Für erfolgreiche Unternehmer bis zu einem Jahresumsatz von 100.000€ ist eher Lettland überlegen. Ab diesem Betrag holt Litauen aber schnell auf und übernimmt die Führung – schließlich darf man fast 3mal so viel verdienen um weiter von den besonderen Konditionen für Kleinunternehmen zu profitieren.

Darüber hinaus ist es in Litauen einfacher und günstiger sein Unternehmen anzumelden und Steuern abzuführen. Lettland steht Litauen in dieser Hinsicht aber nur wenig nach.

 

Wie würdest Du Dich entscheiden? Würde es für Dich Sinn machen Dein Kleinunternehmen im Baltikum anzumelden? Welche Bedenken hättest Du?

 

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