Vom Zehnten zum Zentner: Heute ist Tax Freedom Day

Herzlichen Glückwunsch, liebe Teilzeit-Sklaven! Ab heute sind Sie für 172 Tage in die Freiheit entlassen, bevor sie nächstes Jahr sicher noch mehr als 193 Tage für unser Wohlbefinden arbeiten werden! Freundliche Grüße,
Dein Vater Staat

 

So in etwa könnte ein Brief aussehen, der am 12. Juli 2015 die deutschen Bundesbürger erreicht. Diese haben schließlich etwas zu feiern. Seit wenigen Stunden – genau gesagt ab 6.14 Uhr morgens – arbeiten sie endlich in die eigene Tasche. Seit wenigen Stunden bezahlen sie nicht mehr für Dienstleistungen, die sie gar nicht in Anspruch nehmen. Seit wenigen Stunden gehört ihr Leben wieder ihnen.

Heute ist „Tax Freedom Day“ – der Staatsverbindlichkeitenbefreiungstag (oder Steuerzahlergedenktag), an dem Dir vermutlich eher wenig zum Feiern zu Mute ist. Ob Durchschnittsverdiener oder Vermögender – in kaum einen anderen Land der Welt arbeitest Du so lange als Leibeigener wie in Deutschland, bis Dich der Tax Freedom Day endlich befreit. Die amerikanische Steuerbehörde mag weit schlimmer sein als der Herr nebenan vom Finanzamt – doch sie versklavt ihre Untertanen gerade einmal 104 Tage im Jahr. So fällt der „Tax Freedom Day“ in den Vereinigten Staaten auf den 24. April – fast 10 Wochen länger gehören die Früchte ihrer Arbeit ihnen als Dir –  bis Du Deinen euphemistisch genannten Selbsteinkommensschwellentag namens Tax Freedom Day erreichst.

 

Was Du für Deine Abgaben bekommst

 

Tax Freedom Day hin oder her – Du magst jetzt meinen, dass Dir Vater Staat einige Dienstleistungen zur Verfügung stellt, die Du so dringend zu brauchen scheinst. Etwa Straßen voller Schlaglöcher, die bald mit weiteren zusätzlichen Abgaben belegt werden? Oder ein modernes Heer, das locker von der Vatikanstadt überrannt werden würde? Oder zumindest eine Diplomatie, die das Friedensprojekt Europa sichert?

Vielleicht denkst Du auch an Deine Kinder, die trotz 13 Jahren Schulzwang hoffentlich nicht zu den 14% Analphabeten in Deutschland zählen? Oder die Rente, die garantiert „sicher“ ist? Oder lauter hochqualifizierter Flüchtlinge, die Du finanzieren musst, weil ihnen Arbeiten verboten wird?

Als täglicher Seher der Tagesschau bist Du vermutlich zumindest froh, wenn Du bereits in einer Woche Arbeit das öffentlich-rechtliche Fernsehen finanziert hast.

 

ARD und ZDF sind Dir sicher so dankbar, dass sie Dir diese Tatsache am heutigen Abend erzählen werden.

 

Welche Steuern Du unter anderem zahlst

 

Was auch immer Du denkst – Du arbeitest bis zu 192 Tage im Jahr für eine Institution, die Dir täglich das Leben verkompliziert und vermiest. Du wachst von Januar bis Juli zum Tax Freedom Day jeden Tag aufs Neue auf und zahlst eine neue Steuer. Zumindest fast – wenn Du Dir mal diese Liste der in der Berechnung des Tax Freedom Day  enthaltenen Steuern ohne Anspruch auf Vollständigkeit anschaust.

  • Abgeltungssteuer
  • Aufsichtsratssteuer
  • Biersteuer
  • Branntweinsteuer
  • Einfuhrumsatzsteuer
  • Einkommenssteuer (bis 42%)
  • Erbschaftssteuer
  • Feuerschutzsteuer
  • Finanztransaktionssteuer (kommt sicher bald)
  • Getränkesteuer
  • Gewerbesteuer
  • Grundsteuer
  • Grunderwerbssteuer
  • Hundesteuer
  • Jagdsteuer
  • Kaffeesteuer (Röstkaffee 2,18 Euro/kg bzw. löslicher Kaffee 4,78 Euro/kg)
  • Kapitalertragssteuer
  • Kirchensteuer
  • Körperschaftssteuer (bis 25%)
  • Kraftfahrzeugsteuer
  • Lohnsteuer
  • Lotteriesteuer
  • Mineralölsteuer
  • Reichensteuer (45%)
  • Rennwettsteuer
  • Schaumweinsteuer
  • Schenkungssteuer
  • Spekulationssteuer
  • Stromsteuer
  • Tabaksteuer
  • Umsatzsteuer
  • Vergnügungssteuer
  • Versicherungssteuer
  • Vermögenssteuer (auch in Vorbereitung)
  • Zweitwohnungssteuer

 

Hinzu kommen Zwangsabgaben für die GEZ, oft eine IHK-Zwangsmitgliedschaft, die Bezahlung von Schornsteinfegern, der Solidaritätszuschlag und eine TÜV-Pflicht. Deine Versicherungen – ob freiwillig oder erzwungen – gar nicht mit eingeschlossen. Tax Freedom Day ist also auch eine Frage der Quantität – nicht nur der Prozentualität.

 

In Deutschland gibt es mehr Steuerarten als Formulare. Das muss schon was heißen…

 

Vater Staat raubt nicht nur Geld, sondern auch Zeit

 

193 Tage sind freilich längst noch nicht genug. Selbst in Deinen 174 Tagen nach dem Tax Freedom Day, die Dich der Staat in Deine eigenen Tasche arbeiten lässt, raubt er Dir wertvolle Lebenszeit.

 

 

Oder wie lange hast Du für Deine letzte Steuererklärung benötigt?

 

Eine hohe Steuerlast raubt direkt Geld, indirekt aber das viel wertvollere Gut Zeit. Die gern geforderte 30-Stunden-Woche linker Parteien wäre überhaupt kein Problem. Eine Kürzung der aktuellen Steuer- und Abgabenlast um 25% würde jeden Menschen ermöglichen nur 30 Stunden arbeiten zu müssen um seine Lebensqualität zu halten.Der Tax Freedom Day wäre plötzlich schon im Mai.

 

 

Doch vom Zehnten sind wir mittlerweile beim Zentner angekommen.

 

10% Abgabenlast wäre völlig ausreichend die nötigen Staatsausgaben – wenn es denn sowas überhaupt gibt – aufzubringen, die man für eine prosperierende Gesellschaft braucht. Was heutzutage mit den restlichen 40% geschieht, möchte man lieber weniger wissen…

 

Wie Du Deinen Tax Freedom Day früher feierst

 

Als Staatenlos-Blog interessieren wir uns natürlich umso mehr für die gegenüberliegende Seite des Extrems. An welchen Tagen feiern andere Nationalitäten das Ende ihrer Sklaverei mit einem Tax Freedom Day? Wo auf der Welt fallen die niedrigsten Belastungen an?

 

Hier macht eine unzureichende Datenlage und schlechte Vergleichbarkeit einzelner Berechnungen den Vergleich schwierig. Nach Publikation einer Zeitung waren dies europaweit in 2012 die Zwergstaaten Zypern und Malta. In Malta arbeitet man bis zum 9. April in fremde Tasche, in Zypern sind es nur etwas mehr als 3 Monate bis zum 13. März.

Doch als Deutscher brauchen Dich der Tax Freedom Day andere Nationalitäten wenig zu interessieren. Wichtig ist, wie Du Deine eigene Steuerlast verringern kannst. Und dafür gibt es zum Glück eine Lösung. Die liegt ironischerweise genau zwischen den 193 Tagen Deiner Sklaverei und 172 Tagen Deiner Freiheit. 183 Tage sind nämlich die Formel dafür. Mit der 183-Tage-Regelung kannst Du einen großen Teil der deutschen Steuern für immer entkommen. Exklusive Informationen dazu findest überall auf meinem Blog und in den Beratungsgesprächen.

 

Feier Deinen Tax Freedom Day doch schon Karneval – und nicht erst im Hochsommer!

 

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Im Folgenden habe ich für Dich noch einmal die wichtigsten Erkenntnisse der 183 Tage Regelung zusammen gefasst, die Du im Detail hier nachlesen kannst:

 

Was sagt die 183 Tage Regelung aus?

 

Die 183-Tage-Regelung bedeutet grob gesagt, dass Du der Einkommens-Steuerpflicht in Deutschland entkommen kannst, indem Du weniger als ein halbes Jahr im Kalenderjahr in Deutschland wohnst. Die 183 Tage Regelung ist freilich nur eines der Bedingungen, die Du erfüllen musst um der Steuerpflicht zu entkommen. Du kannst dem Fiskus legal entgehen, indem Du folgende weitere Bedingungen erfüllst, die sich mit der 183 Tage Regelung ergänzen. Letztlich entscheidet das Finanzamt – doch mit 99%iger Wahrscheinlichkeit bist Du unter der 183 Tage Regelung nicht steuerpflichtig wenn Du folgende Bedingungen erfüllst:

 

  1. Abmeldung aus Deutschland: Du solltest Dich von Deinem letzten Aufenthaltsort in Deutschland abgemeldet haben und einen potentiellen Wegzug ins Ausland nachweisen können (Flugticket, …).
  2. Immobilien: Deine Mietwohnung/Eigentum ist entweder gekündigt oder langfristig untervermietet. Die Untervermietung sollte nicht an Angehörige erfolgen. Genauso solltest Du keine volle Verfügungsgewalt (d.h. Schlüsselbesitz) über ein Zimmer bei Freunden oder der Familie besitzen. Was Verfügungsgewalt ist, ist oft Auslegungssache. Ein voller Kleiderschrank kann etwa schon Indiz dauerhaften Aufenthaltes sein. Eine sporadische Benutzung des Familien-Gästezimmers ist hingegen meist kein Problem.
  3. Verträge: In Deutschland laufende Verträge wie etwa Mobilfunk oder Internet, die meisten Mitgliedschaften wie etwa beim ADAC und mehr oder Abonnements von deutschen Zeitungen sollten gekündigt sein. Ein potentielles eigenes Auto sollte ebenfalls vom eigenen Namen abgemeldet sein.

 

Um den Gesetzgeber laut §9 Abgabenordnung zu zitieren:

 

“Den gewöhnlichen Aufenthalt hat jemand dort, wo er sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, dass er an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend verweilt. Als gewöhnlicher Aufenthalt im Geltungsbereich dieses Gesetzes ist stets und von Beginn an ein zeitlich zusammenhängender Aufenthalt von mehr als sechs Monaten Dauer anzusehen […]“

 

Eine Abmeldung allein reicht also nicht aus – Du musst nachweisen, dass Deutschland nicht mehr Dein Lebensmittelpunkt ist. Wichtig: Schon das über Monate regelmäßige Übernachten für 2 bis 5 Tage pro Monat führt zum gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland und Verfall der 183 Tage Regelung, selbst wenn Du keine 183 Tage an einem Stück hier lebst. Das ist etwa einst Boris Becker zum Verhängnis geworden, der vom Fiskus ausgenommen wurde, nachdem er in einem Zimmer seiner Mutter in Deutschland gelebt hat. Als Promi stand er allerdings auch unter gewisser Beobachtung der Presse- zumal sein Vermögen nicht unerheblich ist. Generell ist es schwer dies für Normalbürger zu überwachen, vorsichtig solltest Du dennoch sein.

 

Allgemeine Steuerpflicht in Deutschland

 

An dieser Stelle sei einmal an die 4 Kategorien der Steuerpflicht in Deutschland erinnert. Als Staatenloser lebst Du nach der 4. Kategorie – Du bist mit Anwendung der 183 Tage Regelung nicht steuerpflichtig. Falls Du allerdings ein Unternehmen in Deutschland hast und viel Geld in ein Niedrigsteuerland verlagerst, könntest Du in die 3. Kategorie fallen.

  1. Unbeschränkte Steuerpflicht (§1 EStG): Dein offizieller Wohnsitz befindet sich in Deutschland bzw. du hältst Dich dort gewöhnlich auf. Damit wäre Dein weltweit erzieltes Einkommen im Inland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig – auch wenn Du die 183 Tage Regelung einhältst.
  2. Beschränkte Steuerpflicht (§49 EStG): Deutschland ist nicht Dein gewöhnlicher Aufenthaltsort, Du beziehst jedoch (erhebliche) Einkünfte aus Tätigkeiten im Inland. Das hieße, dass Du nur die inländischen Einkünfte in Deutschland versteuern musst. Wichtig: passives Einkommen über Bücher/Info-Produkte, die von deutschen Kunden gekauft werden, sind keine inländischen Einkünfte! Auf diese ist nur eine EU-weite Mehrwertsteuer fällig. Es ist entscheidend, ob die Einkünfte aus Tätigkeit im Inland stammen und dort verwertet werden. Hierunter fallen etwa Mieteinnahmen, Kapitaleinkünfte oder Einkünfte aus angemeldetem Gewerbe.
  3. Erweiterte beschränkte Steuerpflicht (§2 AStG): Falls Du in einem Steuerparadies lebst (weniger als ein Drittel der deutschen Steuerbelastung) und wirtschaftliche Beziehungen  zu Deutschland aufrecht erhältst, ist Dein in Deutschland erzieltes Einkommen steuerpflichtig.
  4. Nicht steuerpflichtig: Dein gewöhnlicher Aufenthalt und Deine Einkünfte (z.B. Gewerbe, Kapitaleinkünfte oder Mieteinnahmen) sind nicht in Deutschland. Da Du weder unbeschränkt noch beschränkt steuerpflichtig bist, bist Du im Umkehrschluss nicht steuerpflichtig. Die 183 Tage Regelung ist Dein Schlüssel dazu.

 

Im Gegensatz zu den USA (und Eritrea) wirst Du in Deutschland und Österreich nicht nach Staatsbürgerschaft besteuert, sondern nach Deinem Aufenthaltsort (Ausnahme: Doppelbesteuerungsabkommen).

 

Mit der 183 Tage Regelung kannst Du so Deiner Steuerpflicht entkommen, falls Du Dich weniger als ein halbes Jahr in Deutschland aufhältst und dieses nachweislich kein Lebensmittelpunkt mehr ist.

 

Falls Du einen festen Aufenthaltsort im Ausland hast, läufst Du natürlich Gefahr dort besteuert zu werden – oder auch nicht in vielen Fällen. Falls Du jedoch keinen festen Wohnsitz hast und nach der Philosophie des Perpetual Traveling ein staatenloses Leben führst, bist Du weltweit nicht steuerpflichtig. Und falls Du Dich aus guten Gründen irgendwo niederlassen möchtest, kannst Du mithilfe der Flaggentheorie Deine Steuerlast zumindest reduzieren! Vielleicht macht es sogar für Dich Sinn eine neue Staatsbürgerschaft zu erwerben? Viele Karibik-Staaten bieten etwa ihre Pässe zum Verkauf an.

 

Wie Du Dich von der Steuer „abmeldest“

Wenn Du dich beim Einwohnermeldeamt aus Deutschland abgemeldet hast, bekommt das Finanzamt automatisch Bescheid. Du musst in der Regel  nichts darüber hinaus tun. Falls Du bisher schon Selbstständiger in Deutschland warst, musst Du noch eine letzte Steuererklärung in Deutschland abgeben, auf der Dein Wegzug vermerkt ist. Nur als bereits erfolgreicher Unternehmer wirst Du vielleicht durch die Wegzugsbesteuerung noch weiter geschröpft werden.

Du bist in der Bringpflicht nachzuweisen, dass Du keinen gewöhnlichen Aufenthalt mehr in Deutschland hast. Dabei helfen Dir Deine Abmeldebestätigung, die Abmeldung von Fahrzeugen, die Kündigung sonstiger Verträge und die Beendigung der meisten Mitgliedschaften (etwa ADAC, Krankenkasse, …).Wenn Du diese beisammen hast, steht Deiner Steuerfreiheit durch die 183 Tage Regelung nichts mehr im Weg.

 

Nie mehr Einkommenssteuer zahlen

 

Hast Du Dich abgemeldet, die anderen Bedingungen erfüllt und Deutschland verlassen, steht einem staatenlosen Leben ohne Einkommenssteuerpflicht nichts mehr im Wege. Du musst lediglich schauen, dass Du die 183 Tage Regel nicht überschreitest.

 

In anderen Ländern lässt Du dich nicht dauerhaft nieder, sondern lebst mit Touristen-Visum zwischen 1 über meistens 3 bis zu 6 Monaten in einem Land Deiner Wahl.

 

Oft gelten dort auch die 183 Tage Regelung oder ähnliche Gesetze. Mittels Offshore-Konten und Offshore-Unternehmen setzt Du dem ganzen noch die Krone auf. Mit der 183 Tage Regelung brauchst Du keinem Tax Freedom Day mehr entgegenfiebern. Tax Freedom Day is everyday. Jeden Tag genießt Du Steuerfreiheit – nicht einmal im Jahr an einem sehr späten Tax Freedom Day. Weniger als 183 Tage in einem Land zu verbringen (samt einiger Nebenbedingungen) kann Dir dabei helfen jeden von 365 Tagen als Tax Freedom Day zu genießen.

Falls DU mehr Informationen über ideale Voraussetzungen brauchst, wie Du Deinen Tax Freedom Day schon deutlich früher feiern kannst, zöger nicht ein persönliches Beratungsgespräch mit mir zu buchen.

 

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